Hypopharynxdivertikel

Ausstülpung des Schlundrachens

Modernes endoskopisches, transorales Operationsverfahren mit dem Stapler

Kompetente Hilfe für Ihr Problem

Das Hypopharynxdivertikel (Ausstülpung des Schlundrachens) ist ein seltenes Krankheitsbild, das aber mit sehr unangenehmen Symptomen einhergeht, die im täglichen Leben als sehr störend empfunden werden. Die Patienten berichten, dass sie einige Zeit nach dem Essen unverdaute Nahrungsreste wieder aufstoßen. Der Schluckakt ist gestört, es kommt zu einem Globusgefühl im Hals. Ursache dafür ist eine Aussackung* im Übergang des sogenannten Hypopharynx zur Speiseröhre, nach heutiger Vorstellung im Sinne einer Koordinierungsstörung des Schluckaktes. Zur Diagnosestellung muss eine Röntgendarstellung der Speiseröhre unter Durchleuchtungsbedingungen durchgeführt werden. Dabei sieht man, ob eine solche Aussackung vorliegt und wie groß sie ist.

Darstellung eines Divertikels (*) in einer Röntgendarstellung mit Kontrastmittel

Hier ist Abhilfe nur mittels einer Operation zu schaffen. Bisher wurde diese entweder von außen, oder durch den Mund mittels Laser durchgeführt. Hauptproblem dabei ist allerdings die Gefahr einer Entzündung des Mittelfells. In unserer Klinik kommt in einer gemeinsamen HNO-ärztlichen/chirurgischen Operation die sogenannte Stapler-Methode zum Einsatz.

Vorteile für den Patienten

Ziele, die wir mit dem Einsatz der transoralen Stapler-
Operation zum Vorteil der Patienten verfolgen:

  • Minimal invasives Vorgehen durch den Mund
  • keine Schnitte von aussen erforderlich
  • Magensonde muss nur für einige Tage belassen werden
  • schnelle Aufnahme der normalen Nahrungsaufnahme möglich
  • Geringe Gefahr der Mittelfellentzündung (Mediastinitis)
  • Hohe Erfolgsrate

Wie wird die Operation durchgeführt?

Wenn es die anatomischen Voraussetzungen des Patienten erlauben, wird die Operation über den Mund durchgeführt. Dabei wird ein starres Rohr bis zum Divertikel vorgeschoben und dann unter Sicht, mit Übertragung über eine Videokamera auf einen Fernsehmonitor, die sogenannte Divertikelschwelle mit dem Stapler durchtrennt.

So gelingt zum einen eine gute Inspektion des Divertikels und auch eine genaue Überprüfung der Wunddichtigkeit.

Das Bild links oben zeigt den Zustand vor der Operation mit einer Magensonde in der Speiseröhre und den Einblick in das Divertikel. Das rechte Bild demonstriert, wie die Wunde dreireihig mit Metallklammern verschlossen wurde, insbesondere im unteren Teil durch einen Querverschluss der Eingang in das Mediastinum.